Self-Service im Restaurant: Order & Pay, Bestellterminal und Tablet im Überblick

Self-Service im Restaurant: Order & Pay, Bestellterminal und Tablet im Überblick

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Was ein Self-Service-Restaurant heute ausmacht, welche Formen es gibt und wie Order & Pay per QR-Code, Bestellterminal und Tablet in der Praxis funktionieren. Ein Leitfaden für Gastronomen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Was ist ein Self-Service-Restaurant?

Ein Self-Service-Restaurant ist ein Betrieb, in dem Gäste ihre Bestellung selbst aufgeben – und oft auch selbst bezahlen –, statt auf eine Servicekraft zu warten. Früher hieß das vor allem: Tablett nehmen, an der Theke anstellen, an der Kasse zahlen. Diese klassische Selbstbedienung kennt man aus Kantinen, Raststätten oder Möbelhaus-Restaurants. In der Schweiz spricht man häufig auch von Self-Service-Restauration.

Heute meint Self-Service meistens etwas anderes: digitale Selbstbestellung. Der Gast bestellt über sein eigenes Smartphone, an einem Bestellterminal oder an einem Tablet am Tisch. Die Bestellung landet direkt im Kassensystem und von dort in Küche und Ausgabe. Bezahlt wird digital – sofort bei der Bestellung oder am Ende des Besuchs.

Wichtig ist: Self-Service bedeutet nicht zwangsläufig „ohne Personal“. In vielen Betrieben wird das Essen weiterhin an den Tisch gebracht, Getränke werden serviert und das Team ist für Fragen da. Was sich ändert, ist der Teil des Ablaufs, der am meisten Zeit kostet und am wenigsten Gastfreundschaft enthält: Speisekarte bringen, Bestellung aufnehmen, Bestellung eintippen, Rechnung holen, kassieren.

Die vier Formen der digitalen Selbstbedienung

Self-Service ist kein einzelnes Produkt, sondern ein Baukasten. Die meisten Betriebe kombinieren zwei oder mehr Formen – je nach Raum, Zielgruppe und Spitzenzeiten.

1. Order & Pay am Tisch per QR-Code
Auf jedem Tisch steht ein QR-Code. Der Gast scannt ihn mit der Kamera seines Smartphones, sieht die digitale Speisekarte, bestellt und bezahlt – ohne App-Download. Der Tisch ist im Code hinterlegt, das Team weiß also genau, wohin die Bestellung gehört. Mehr dazu auf unserer Seite zur QR-Bestellung in der Gastronomie.

2. Bestellterminal (Kiosk)
Ein großer Touchscreen im Eingangs- oder Thekenbereich, an dem Gäste ihre Bestellung zusammenstellen und direkt per Karte oder Smartphone bezahlen. Typisch für Systemgastronomie, Imbiss und Food Courts, wo viele Gäste in kurzer Zeit bestellen. Details finden Sie unter Bestellterminal für die Gastronomie.

3. Tablet am Tisch
Ein fest zugeordnetes Tablet pro Tisch, über das Gäste während des gesamten Besuchs nachbestellen. Besonders gefragt in Restaurants mit mehreren Bestellrunden, etwa bei All-you-can-eat, Sushi oder Tapas. Mehr unter Tablet-Bestellung.

4. Online vorbestellen
Gäste bestellen vorab über die Website des Betriebs und holen die Bestellung ab oder lassen sie liefern. Das ist Self-Service vor dem Besuch und entlastet Theke und Telefon zu Stoßzeiten. Dafür gibt es den eigenen Bestell-Webshop.

Order & Pay: So funktioniert es Schritt für Schritt

Order & Pay bedeutet, dass Bestellen und Bezahlen in einem digitalen Ablauf zusammenfallen. Der Begriff wird vor allem für die Bestellung per QR-Code am Tisch verwendet, beschreibt aber genauso den Ablauf am Bestellterminal. So sieht ein typischer Besuch aus:

Schritt 1 – Scannen: Der Gast setzt sich und scannt den QR-Code auf dem Tisch. Die Speisekarte öffnet sich im Browser – auf Wunsch in einer anderen Sprache, sofern die Karte mehrsprachig gepflegt ist.

Schritt 2 – Bestellen: Der Gast wählt Gerichte und Getränke, ergänzt Optionen wie Beilagen, Garstufe oder Allergiehinweise und sieht passende Ergänzungen, etwa ein Getränk zum Hauptgang.

Schritt 3 – Bezahlen: Je nach Einstellung zahlt der Gast sofort per Karte oder Wallet oder am Ende des Besuchs für den ganzen Tisch. Je nach Einrichtung kann auch getrennt bezahlt werden, zum Beispiel pro Person.

Schritt 4 – Kasse und Küche: Die Bestellung läuft direkt in Ihr Kassensystem und von dort, wie gewohnt, an Küche und Theke. Niemand muss etwas abtippen. Das Team sieht, welcher Tisch was bestellt hat, und kann sich auf das Servieren konzentrieren.

Für den Gast ist der größte Unterschied die Kontrolle über das Tempo: Er muss weder auf die Karte noch auf die Rechnung warten. Für den Betrieb ist es bei einer unterstützten Anbindung eine saubere Übergabe: Die Bestellung kommt vollständig und lesbar in der Kasse an.

Für welche Betriebe lohnt sich Self-Service?

Nicht jeder Betrieb braucht dieselbe Lösung. Entscheidend ist, wo heute Wartezeiten entstehen und wo das Team am stärksten gebunden ist.

Systemgastronomie und Quick Service: Viele Gäste, kurze Aufenthalte, klare Speisekarte. Hier entlasten Bestellterminals die Theke, weil mehrere Gäste gleichzeitig bestellen können.

Cafés und Bäckereien mit Sitzplätzen: Die Schlange an der Theke ist oft der Engpass. Order & Pay per QR-Code am Tisch verlagert einen Teil der Bestellungen an den Platz.

Biergarten und Terrasse: Lange Wege, wechselnde Gäste, viel Getränkeumsatz. Per QR-Code bestellen Gäste die nächste Runde, ohne nach einer Servicekraft Ausschau zu halten.

Hotels: Bestellungen an der Bar, auf der Terrasse, am Pool oder auf dem Zimmer laufen über denselben digitalen Ablauf.

Events, Stadien und Freizeitbetriebe: Kurze Spitzen mit sehr vielen Bestellungen. Hier zählt, dass Bestellen und Bezahlen getrennt von der Ausgabe stattfinden.

All-you-can-eat-Restaurants: Mehrere Bestellrunden pro Tisch, Zeitlimits und Mengen pro Runde. Ein Tablet oder QR-Code pro Tisch steuert diese Runden automatisch. Mehr dazu auf der Seite zum All-you-can-eat-Bestellsystem.

Auch klassische À-la-carte-Restaurants setzen Self-Service ein – oft nur für einen Teil des Ablaufs, zum Beispiel für das Nachbestellen von Getränken oder das Bezahlen am Ende.

Meist bleibt die Kasse: Self-Service an Ihr Kassensystem anbinden

Ein Self-Service-System ersetzt Ihre Kasse nicht, es ergänzt sie. Die digitale Bestellung ist ein zusätzlicher Eingangskanal, so wie eine weitere Servicekraft, die Bestellungen ins System gibt. Bei einer unterstützten Anbindung bleiben Umsätze, Artikel, Steuern und Berichte in Ihrem bestehenden Kassensystem. Welche Funktionen verfügbar sind, hängt vom Kassensystem, den Bestellkanälen und der Einrichtung ab.

Das hat drei praktische Folgen:
• Eine Speisekarte, eine Wahrheit: Artikel und Preise kommen aus der Kasse, Änderungen müssen nicht doppelt gepflegt werden.
• Ein Abschluss: Digitale und klassische Bestellungen erscheinen gemeinsam in der Tagesabrechnung.
• Keine Umstellung im Team: Küche und Theke arbeiten mit denselben Bons und Abläufen wie bisher.

Jamezz ist selbst kein Kassensystem, sondern verbindet sich mit vorhandenen Kassensystemen. Zu den Integrationspartnern gehören unter anderem Lightspeed, unTill, Vectron, Gastrofix, Hypersoft und Oracle MICROS. Welche Anbindung für Ihren Betrieb passt, hängt von Ihrem Kassensystem und Ihrer Version ab. Wer vor der Frage steht, welche Kasse überhaupt zum Betrieb passt, findet Orientierung in unserem Ratgeber zum Kassensystem in der Gastronomie.

Für Bestellterminals gilt: Die Hardware kommt je nach Projekt von Jamezz selbst oder über einen Hardwarepartner. Die Software, die Speisekarte und die Kassenanbindung bleiben dabei dieselben.

Personal und Service: Was sich für das Team ändert

Self-Service verändert die Aufgaben des Teams, nicht den Wert des Teams. Wenn das Aufnehmen, Eintippen und Kassieren von Bestellungen wegfällt, bleibt mehr Zeit für das, was Gäste tatsächlich als Service erleben: begrüßen, beraten, servieren, nachfragen.

In der Praxis zeigen sich drei Muster:
• Weniger Laufwege: Servicekräfte gehen nicht mehr für jede Bestellung und jede Rechnung an den Tisch, sondern bringen vor allem Speisen und Getränke.
• Ruhigere Spitzen: Zu Stoßzeiten bestellen mehrere Tische gleichzeitig, ohne dass sich eine Warteschlange vor dem Team bildet.
• Leichterer Einstieg für neue Kräfte: Wer keine Bestellungen aufnehmen und keine Kasse bedienen muss, ist schneller eingearbeitet. Das hilft besonders in Saisonbetrieben und bei Aushilfen.

Wichtig für die Akzeptanz: Gäste sollten immer die Wahl haben. Wer lieber bei einer Person bestellt, sollte das weiterhin können. Self-Service sollte ein Angebot sein, keine Pflicht. Mehr zur Lage am Arbeitsmarkt lesen Sie in unserem Beitrag zum Personalmangel in der Gastronomie.

Einführung: Worauf Sie achten sollten

Eine gute Einführung beginnt nicht mit der Technik, sondern mit dem Ablauf im Betrieb. Diese Fragen sollten Sie vorab klären:

• Wo entsteht heute die Wartezeit? An der Theke, beim Bestellen am Tisch oder beim Bezahlen? Davon hängt ab, ob QR-Code, Bestellterminal oder Tablet die richtige erste Wahl ist.
• Wann wird bezahlt? Sofort bei der Bestellung oder am Ende? Im Biergarten ist Sofortzahlung oft sinnvoll, im Restaurant mit mehreren Gängen eher die Zahlung am Schluss.
• Wie sieht die Speisekarte digital aus? Gute Fotos, klare Beschreibungen, Allergene und sinnvolle Ergänzungen machen den Unterschied zwischen einer digitalen Speisekarte und einer guten digitalen Bestellung.
• Welche Sprachen brauchen Ihre Gäste? In Tourismusregionen und Hotels ist eine mehrsprachige Karte ein echter Service.
• Wie informieren Sie Gäste? Ein gut sichtbarer QR-Code, ein kurzer Hinweis auf dem Tisch und ein Team, das den Ablauf erklären kann, sorgen für einen reibungslosen Start.

Ausführliche Schritte zur technischen Einrichtung finden Sie in unserem Leitfaden zur Implementierung der QR-Bestellung.

Häufige Fragen zum Self-Service im Restaurant

Was ist ein Self-Service-Restaurant?
Ein Restaurant, in dem Gäste selbst bestellen und meist auch selbst bezahlen – klassisch an der Theke, heute vor allem digital per QR-Code, Bestellterminal oder Tablet.

Was bedeutet Order & Pay?
Order & Pay heißt: Der Gast bestellt und bezahlt in einem digitalen Ablauf, meist mit dem eigenen Smartphone über einen QR-Code am Tisch. Die Bestellung geht direkt an Kasse und Küche.

Brauchen Gäste für Order & Pay eine App?
Nein. Die Speisekarte öffnet sich nach dem Scannen des QR-Codes direkt im Browser des Smartphones.

Muss ich mein Kassensystem ersetzen?
Oft nicht. Ist Ihr Kassensystem angebunden, verbindet sich ein Self-Service-System wie Jamezz damit, und Bestellungen laufen als zusätzlicher Kanal in Ihre Kasse. Ob und mit welchen Funktionen das für Ihre Kasse möglich ist, prüfen wir vorab.

Ersetzt Self-Service das Servicepersonal?
Nein. Self-Service übernimmt das Aufnehmen und Kassieren von Bestellungen. Das Team bleibt für Begrüßung, Beratung und Servieren zuständig.

Welche Form passt zu meinem Betrieb?
Viele schnelle Bestellungen an der Theke sprechen für ein Bestellterminal, Tischservice und Terrassen für Order & Pay per QR-Code, mehrere Bestellrunden pro Tisch für ein Tablet. Viele Betriebe kombinieren mehrere Formen.

Wer nutzt Jamezz?
Jamezz ist ein Spezialist für Self-Ordering-Lösungen in der Gastronomie und wird an mehr als 2.000 Gastronomie-Standorten eingesetzt.

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Ob Order & Pay am Tisch, Bestellterminal, Tablet oder eine Kombination: Die passende Lösung ergibt sich aus Ihrem Ablauf, Ihren Gästen und Ihrem Kassensystem. In einer Demo zeigen wir Ihnen, wie die Bestellung vom Gast bis in Ihre Kasse läuft. Fordern Sie jetzt eine kostenlose Demo an.

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